Reingeschaut: Xiaomi Mi Temeratur-/Luftfeuchtigskeitssensor

Viele dürften Xiaomi aus dem Bereich Smartphones kennen. Diese Geräte werden auch in Europa immer populärer. Im Heimatmarkt in China verkauft Xiaomi allerdings noch viele andere Produkte, u.a. Hausautomatisierungskomponenten. Ich persönlich fand dem Mi Temperatursensor sehr interessant. Er ist sehr klein mit einem Durchmesser von lediglich 36mm. Damit lässt er sich einfach an vielen Stellen installieren. Positiv anzumerken ist die sehr gute Fertigungsqualität. Auch wenn das Gehäuse aus Plastic besteht, ist es doch sehr gut verarbeitet. Manch “westliches” Gerät könnte sich davon eine Scheibe abschneiden.

Der Sensor ist dafür gedacht, mit einem Xiaomi Smarthub zusammen zu arbeiten. Aber geht es evtl. auch ohne? Lässt sich der Sensor in bestehende Hausautomatisierungen einbinden? Schauen wir doch mal rein:

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Als Stromversorgung dient eine XR2032 Batterie. Ich hoffe, dass diese wenigstens ein Jahr hält. Was finden wir auf dem Board?

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Auch hier sieht man eine sehr gute Verarbeitungsqualität. Als Hauptprozessor dient ein JN5169 von NXP. Dabei handelt es sich um einenZigbee controller. Erinnert sich noch jemand an Zigbee? Auch wenn heute die meisten neuen Lösung eher auf Bluetooth-Basis gebaut werden, ist Zigbee eigentlich eine recht spannende und stromsparende Funktechnologie. Da es seit Jahren stabil funktioniert (so benutzt z.B. Philips Zigbee für seine Hue Beleuchtungen), spricht nichts gegen den Einsatz. Der einzige Haken besteht darin, dass kein PC direkt mit einem Zigbee-Gerät kommunizieren kann. Es ist daher immer noch etwas Zusatzhardware nötig. Einen entsprechenden Zigbee-Controller kann man jedoch recht einfach an PC, Arduino oder Raspberry Pi anschliessen. Ist es damit einfach zu integrieren? Das hängt davon ab, wie die Datenübertragung selbst funktioniert. Wir werden uns das in einem zukünftigen Artikel noch genauer anschauen.